Die JPIC betreut in Cebu vier Mülldeponien und damit weit über 4.000 Menschen, die auf diesen Halden wohnen. An der täglichen Nahrungsausgabe nehmen ungefähr 1.000 Kinder teil. Das harte Leben und die schwere Arbeit auf den Deponien bringen viele Krankheiten mit sich. Gerade Kinder sind dafür anfällig. Diese Kinder wie auch viele ältere und häufig behinderte Menschen auf den Straßen der Stadt werden regelmäßig aufgesucht und medizinisch betreut. Dank deutscher Ärzte können jeden Monat ungefähr 2.500 Kranke medizinisch versorgt werden. Ein Rehabilitierungszentrum und zwei Drop-In-Zentren für Mädchen aus dem Rotlicht-Milieu helfen den häufig minderjährigen Opfern des rapide wachsenden Menschenhandels.
Besonderen Wert legen die Helfer vor Ort darauf, dass die Kinder, die auf den Mülldeponien geboren werden, hoffnungsvoll in die Zukunft blicken können. Die JPIC unterhält daher in Cebu und der Umgebung sieben Kindergärten, in denen ca. 600 Kinder täglich betreut werden. Die Erfolge in Cebu machen Schule: Auf der Nachbarinsel Mindanao werden gerade 30 Kindergärten gebaut, die über 2.000 Kinder aufnehmen können. Parallel dazu gibt es Umsiedlungsprojekte, d.h. neue Häuser werden finanziert und gebaut. Die Menschen, die heute noch auf der Deponie wohnen müssen, können morgen dort untergebracht werden.
Diese Projekte bilden ein wichtiges Fundament dafür, dass die Kinder der Armen eine gute Grund-, Mittel- und Berufsschulbildung bekommen können. Viele Kinder müssen bereits heute nicht mehr 8-10 Stunden täglich auf den Müllhalden arbeiten sondern können regelmäßig zur Schule gehen. Der Ausweg aus Armut und Elend ist gerade auf den Philippinen der Bildungsweg. Auf Cebus Mülldeponien verstehen das immer mehr Menschen. Dafür braucht es aber nach wie vor unsere Hilfe. Dafür, dass diese schnell ankommt, sorgt was abgeben e.V.. Für die wirkungsvolle Einbindung in die Projekte vor Ort ist das Entwicklungsbüro des JPIC Integrated Development Center zuständig. Das Büro wird von einem Aufsichtsrat koordiniert und von einem Team aus fünf Mitarbeiterinnen und einem Geschäftsführer geleitet. Es besteht zudem eine enge Zusammenarbeit mit der örtlichen Universität: So helfen zum Beispiel Architektur- und Ingenieurstudenten bei den Hausbauprojekten; das Psychologie-Department unterstützt die Betreuung der Straßenkinder. Unsere Hilfe ist in guten Händen.